Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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27» »XO heißt es bey der Erklärung der Klagelieder Jereiniä, S. 989. Col. 4. also: Als Gott beschlossen hatte, den Tempel zu zerstören, sprach er: So lange ich mich in demselben aufhalte, werden ihn die Heiden nicht anrühren. Daher will ich meine Augen von denselben wegwenden und schwören, daß ich mich ihnen nicht eher, als bis am letzten Ende wieder nähern will. Aber Feinde sollen hineingehen, und denselben verbrennen. Hierauf schwur Gott bey seiner Rechten, und zog sich zurück,nach Klagl. Jer. z, z. »Er zog seinerechte Hand hinter sich, um des Feindes willen." Sogleich traten di« Heiden herzu, und verbrannten den Tempel. Da er aber verbrannt war, klagte Gott: ich habeMun keine Wohnung auf Erden mehr, ich muß nun meine Schechina derselben entziehen, und mich hinauf an meinem ersten Ort begeben. Davon heißt es Hos. 5,15. Ich will wieder an meinem Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen. Zur selben Zeit sieng Gott an zu weinen, und sprach: „Wehe mir, was habe ich gethan! Ich hatte meine Schechina um Israels willen drunten wohnen lassen, und nun muß ich sie wieder an ihren ersten Ort zurücke vufen, und werde 6kl Lhaß Vescklo!om,d. i. welches ferne sey! ein Gelächter, und ein Spott der Heiden werden." Sogleich trat der Engel Metatron herzu, siel auf sein Angesicht und sprach : Herr der ganzen Welt, laß mich an deiner Stelle weinen, Gott antwortete ihm aber: Wenn du mich setzt nicht willst