Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LL -7welnen lassen, so werde ich mich an einen besonderen Ort begeben, welchen du zu besuchen keine Erlaubniß hast, und werde daselbst weinen, wie es Jer. r z, 17. heisset: Wenn ihr aber solches nicht hören wollt, so muß meine Seele doch heimlich »veinen. (im Grundtexte heißt eS W1NVV2 d. i. im verborgenen oder heimlichen Orten, und daher geben die Rabbinen dem gedachten besonder» Ort, oder den Thranenzimmer Gottes den Namen Mistamm.) Hierauf sprach Gott zu denen Dienstengeln, kommet, wir wollen mit einander hin zu meinem Hause gehen, und sehen was die Feinde darinnen gethan haben; als sie nun dahin rechten, so traf cs, daß, da sie nicht mehr weit von dem zerstörten Tempel waren, der Prophet ZeremiaS vor ihnen hergicng. Da nun Gort die Ruinen des Tempels von weiten erblickte, sagte er: Gewiß, das ist mein Hauß, und mein gewesener Ruheort, in welchem die Feinde gedrungen sind, und nach ihrem Gefallen gehandelt haben. Darauf vergoß er wieder Thranen,und sprach weiter : Wehe mir, wegen meines Hauses!. Wo sind nun meine Kinder? Wo seyd ihd, meine Priester, wo seyd ihr meine Freunde? was soll ich euch thnn? Ich habe euch gewarnet, aber ihr habt keine Busse gethan. Darnach sagte Gott zu dem Ieremiaich bin heut gleich einem Menschen, welcher einen einzigen Sohn hatte, dem er Hochzeit hielt, der aber mitten in der Hochzeit starb, und du bekümmerst dich nicht weder meinetwegen, noch meiner Kinder wegen. Gehe hin. und rufe dem Abrä- S 4 Ham