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Der Jude · 1770-01-01 · Sechzehntes Stück (1770) · p. Seite 251

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Journal
Der Jude
Volume
Fünfter Band (1770)
Issue
Sechzehntes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 251 (sequence 11)
Language
German
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LL »)! chen eines Viehes. Im ersten Falle wird er auf die beschriebene Art begraben, im zweiten, wird er, weil es doch noch etwas zweifelhaft ist, an einen! abgesonderten Orte eingescharret. Eine Geschichte, welche die Richtigkeit dieses Experiments erweisen soll, hat sich nach ihrem Vorgehen zur Zeit des Königes Salomo zugetragen. Es sey nämlich in Jerusalem ein fremder Mann gestorben. Und als er schon einige Zeit begraben gewesen, so melden sich 2 Leute, die sich für dessen Erben ausgeben. Weil man nun nicht unterscheiden kann, welches unter ihnen der rechtmäßige sey, denn beyde haben sich mit einer genauen Kcnntniß der Familienumstände zu legitimier« gewußt; so verordnet der König Salomo, daß man 2 Knochen von der Leiche dieses Mannes holen, und den beyden Prätendenten zur Ader lassen solle. 'Als man nun in das Blut eines setzen einen Knochen gesteckt, um aus der Veränderung der Farbe etwas zu schließen, so sey der eine Knochen von des einen Blute ganz roth geworden, der andere aber sey weiß geblieben. Hieraus habe Salomo nach seiner Weißheit die Sache entschieden, und denjenigen für den rechtmässigen Erben erkläret, dessen Blut mit dem Knochen des Verstorbenen eine Sympathie gezeigt hatte. Ihre Sorge für die Leichenreliquien erstreckt sich sogar bis auf die alten Breter, von denen man vermuthcn kann, dasi sie Fragmente eines Sarges seyn, ein solches Bret wird ebenfalls wieder begrabe». Wenn

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