Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Lo6 ZeLl OXO haben es nicht gesehen; sey gnädig deinem Volke Israel, daß du Herr erlöset hast, lege nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel, so werden sie über dem Blute versöhnet seyn."; B. M. 2l, 7. 8. Und endlich noch ein Gebet, welches sich mit den Worten: „Du bist in Ewigkeit mächtig, Jehovah, denn du machst die Tobten lebendig," anfangt. Arr einigen Orten stellet sich die ganze Leichenbegleikung m die Thüre des Kirchhofes in zwey Reihen, und lassen die Leidtragenden hindurchgehen , um ihnen Tröstungen zuzusprecheu. Wenn das geschehen ist, so gehen sie erst völlig hinaus, waschen sich die Hände, formiren einen Creiß, nehmen die Leidtragenden in die Mitte, lesen etwas aus einem Rabbinischen Buche her, und lasten sodann von denen Waisen das von den Rabbincn vcrordneke tVaifett-AKddisch als eine Seelenmesse für den Verstorbenen sprechen. (S. davon Len ersten Band.) Darauf gehen sie mit den Trauernden nach Hause. Was hier weiter geschiehek, werden wir erklären, wenn wir erst noch einige Zum Leichenbegängnisse gehörige Dinge werden beschrieben haben. So wie man mir der Leichenrede einen Unterschied zwischen den Gelehrten und gemeinen Juden macht, so geschieht es auch währender Krankheit, mit dem Besuchen, ingleichen bey seinem Sterben und Begräbnisse. Denn alle, die unter eines obersten Rabbinen Aufsicht stehen, und auch diejenigen, zu welchen sich der Ruf von seinem Tode