Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zwölftes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS LS r8r Leiche gerade darauf, und verhüllen ihr den Kopf mit dem Tuche, worüber alsdenn der Betmantel gezogen wird. Hierauf nehmen sie den Daumen der Leiche und beugen ihn in die Form des Ebr. Buchstabens i als des zweyten Buchstabens des obgedachten göttlichen Namens; um den Daumen herum werden die übrigen Finger zusammengelegt, damit die Spitze des Daumens auf der andern Seite hindurch sehe, und eine Ähnlichkeit des >> als des zten Buchstabens dieses Namens formire. Und damit die Hand in dieser Lage bleibe, so binden sie dieselbe mit denen an dem Gebetmantel Hangenden Zitzis, oder wollenen Faden, lvon welchem wir im rsten Bande geredt haben,) feste zusammen. Alsdenn wird das leinene Tuch vollends über die ganze Leiche hernmgeschlagen, doch so, daß es nicht weiter als an die Knie reiche; so wie auch der Sterbekittel nicht bis über die Füße herabhangen darf, sondern wenn er zu lang ist, so legt man ihn über einander. Hierbei) sollen sie sich sorgfältig in Acht nehmen, daß die Arme der Leiche nicht anders als in gerader Linie neben dem Körper liegen, und von den Kleidern nicht etwas in den Mund komme, welches nach ihrer Meynung mit vieler Gefahr verbundenist. Von dem Betmantel wird ein Zitzis abgerissen, um ihn gleichsam dadurch pofsir! zu machen, oder zu entheiligen; und dieses wegen 2 wichtiger Ursachen; Erstlich: damit es nicht scheine, als ob der Tobte, wenn solches nicht geschähe, sich M s rüß-