Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zwölftes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2577043-2577050-9903460--1966-2578929- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
LL OXS 179 Gewohnheit, daß sie 2 oder z Eyer zerschlagen, und ihm den Kopf und das Gesicht damit beschmieren. Andere legen ihm auch ein solches zerschlagenes Ey in den Sarg zum Kopfe. An manchen Orten nehmen sie auch zu dieser Schmiererey etwas Wein, und sonderlich rochen. Sie wissen von allen dem Salben küine andere Ursache zu nennen, als daß sie es für ein Zeichen der Trauer ausgeben, womit sie gleichsam anzeigten, daß wie ein Ey rund und kugelförmig sey, so gehe auch der Tod bey allen Menschen rund herum. Ehe wir in der Beschreibung weiter fortge- Hen, wollen wir aus eigener Erfahrung nochhinzusetzcn, daß ehe der Todke noch aus dem Hause getragen wird, alle Leute des Hauses, jung und alt, Kinder und Gesinde zu dem Sarge treten, den Todten bey der grossen Fußzähe ergreifen, und N^NZZMechila beten, d. i. ihn um Verzeihung alles dessen bitten, was sie ihm im Leben etwa zuwider gethan, und was er ihnen noch nicht vergeben, auch von ihm verlangen, daß er für sie bey Gott ein lDi' Meütz IojHer, d. ».ein rechter würksamer Fürsprecher seyn möge. Nach diesen Gebräuchen werden der Leiche die Tachrichin, d. i. die Sterbekleider angelegt. Dieselben sollen eigentlich aus 5 Stücken bestehen, nach den 5 Namen, womit sie die Seele benennen, als: NVW2 Nil W22. Die Namen der Kleider sind: i) N22LV Mitznefes, d. i. eine Haube, oder Mütze; 2) Michnaßaim, d.». eine Art von langen Bein- M 2 klei-