Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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*X* '57 Die Gabel aber soll das Werkzeug der Rache feyn, die er an denjenigen Feinden verüben kann, welchen er nach ihrer Meynung keine Verzeihung schuldig ist. Ferner, schreibt er, legt man auch ein zugemachtes Schloß mit ins Grab, anzuzeigen, daß der Ted inskünftige verschlossen sey, und von des verstorbenen Familie sobald keiner sterben werde. Von dem Schlosse ist uns bekannt, daß man es bloß Kindern und Kindwöchnerinnen, nachdem man den Schlüssel weggeworfen, mit ins Grab giebt, um dadurch dem Tode gleichsam Einhalt zu thun. Wir halten diesen Ork für bequem, unser Versprechen von der ungegründeten Beschuldigung, daß sich die Juden in einigen Fallen des Christenbluts bedienten, zu erfüllen. Man sagt gemeiniglich, die Juden hätten Christenblut nythig, erstlich: um ihren Gestank damit zu vertreiben; ZWeytens: zur Zubereitung ihrer Osterkuchen, dcsgleichen zur Vermischung des Weins in den ersten beyden Osternächten; Drittens: zur Cur einiger unheilbarer Krankheiten; Viertens: zur Bereitung der Liebestränke; Fünftens; zur Stillung des Bluts bey der Beschueidung ihrer Kinder; Sechstens: Braut und Bräutigam unter dem über sie gehaltenen Himmel den Segen damit zu geben; Siebendcns; denen Ko-- Hanim oder Priestern, wenn sie dem Volke den Segen ertheilen wollen, die Hände zu bestreichen; Achtens: denen Kreißnerinnen, bey schwerer Geburt die Schmerzen zu lindern; Neuntens: die Opfer bey Gott damit angenehm zu machen; ' Zehn-