Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Achtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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HK »XO HK H7 geschweigen, daß die meisten, wenn ste das r zte Jahr erreichet, schon glauben, gelehrt genung zu seyn, und sich hernach auf das Schachern und Wuchern legen, l lnd hierinne liegt eigentlich der rechte Grund ihrer Verstockung und Hartnäckigkeit. Denn das, was sie einmal in der zartesten Jugend und folglich ohne reifliche Ueberlegung eingesogen haben, wird ohne alle fernere Betrachtung, ob es Gott angenehm oder -mißfällig, ob es wahr oder falsch sey, von ihnen steif und fest geglaubt. Ja wir haben dergleichen Personen gefunden, die, ob sie sich gleich zu Christo gewendet , und schon einige Jahre unter den Christen zugebracht, doch die einmal in ihrer Jugend eingesogenen abergläubischen Dinge aus ihrem Herzen auszurotten, nicht vermögend waren. Was die Ehrerbietung-betrift, welche die Kinder ihren Aeltern und Lehrern zu erweisen haben, so finden wir davon in dem Traatat Jsore Dea im 242. 241. rasten Abschnitte, sehr weitlaüftige Abhandlungen, wovon wir aber nach unserer Gewohnheit wiederum nur einen ganz kurzen Auszug liefern wollen; es heißt nämlich daselbst: Jeder Mensch ist schuldig, Vater und Mutter zu ehren und zu fürchten. ZU der Furcht für deren Aeltern rechnest sie, daß kein Kind den Stand oder Sitz seiner Aeltern, sowohl in der Synagoge, als an andern öffentlichen Orten einnehmen, ihnen nicht widersprechen oder einreden, im Fall sie auch Unrecht hätten, sie weder im 2eben noch nach dem Tode mit ihrem bloßen Namen, sondern Hz alle-