Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Siebendes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LA SX» LZ den, dabey auch zu keinem Weiblein kommen , so. werden sie natürlicher Weise sehr mukhig, und besonders die Ochsen aus Geilheit so hitzig und grimmig, daß sich, wie der Verfasser spricht, außer ihrem härter, niemand phn^ Gefahr auf den Kirchhof wagen darf; daher man sie bey Leichenbegängnissen oder andern daselbst nothwendigen Verrichtungen, in ihre Ställe einzusperren pflegt. Ich erinnere mich, fahrt der Verfasser fort, von meinem sel. Vater, Hrn. Conrad Schuht, welcher daselbst von i6;o. bis 8 p. Evangelischer Prediger gewesen, gehört zu haben, dast in seiner Jugend ein solcher V>echoe, oder Ochse, einep Steindecker, welcher auf demJuden-Ktrchhofe zü arbeiten gehabt , zu Tode gestoßen; weswegen man den Ochsen heraus verlangte. Mein auf versggte Auslieferung, commandirte die Obrigkeit einige Soldaten dahin, die ihn auf dem Platze erschossen; lvorguf er zum großen ^eide der Juden vom Schinder nuf den Karren geladen, durch ihre,Gassen auf den Anger geführets und daselbst als eiy verrecktes Mtz behandelt wsirde. ' - In dem Verfolge dieser Sache berichtet der' Werfgsser ferner, daß diejenigen Juden, die einige Meilen um Frankfurt herum wohnen, ihr erstgebohrnes Vieh nach Frankfurt führetc.i, demselben einen Zettel mit den Worten : „Das ist ein erstgebohrnes," an den Hals hiengen, und an der In* ben-Kirchhofthüre anbanden. Ferner: die Frankfurter Juden versicherten aufs gewisseste, daß Wenn der erstgebphrne Ochse mit dem Fuße an ei-