Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Fünftes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2577043-2577050-9903467--1856-2578826- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
7S LS «X» LA ihn dem Herrn darstellen. Es wurde aber nicht alle männliche Erstgeburt dem Herrn darge stellet, Indern nur allein diejenige, welche ohne irgend ei» nen Fehl und Mangel war. ' Die Ebraer machen einen l lnterschied zwischen einem Erstgebohrnen, der tüchtig zur Erbschaft, und demjenigen, der tüchtig zum Priesterthume gewesen ist. War der Crstgebohrne an seinem Cörper gebrechlich, so schahete ihm zwar solches an feinem Erbschaftsrechte nichts, allein er war untüchtig dem Herrn dargestellt zu werden., Fragt man nun, wer eigentlich ein erstgebohrner Sohn seiner Äeltern heisse und gelöset werden müsse; so machen die Ebräer folgende Beschreibung hiervon, und sagen, daß derjenige der wahre Erstgsbohi ne sey, welcher von seiner Mutter zuerst gebohren worden. Damit stimmen auch die klaren Worte der heiligen Schrift überein, welche ausdrücklich lauten: „Heilige mir alle Erstgeburt, 2N-> 1122 d. i. welches die Mutter bricht " Hierhey macht nun Lrrndius S.' 622. - folgende Auslegung: .Wenn ein lediger Mensch eine Wittfrau geheyrathet, die schon Kinder gehabt, so wäre sein erster Sohn, welchen er mit derselben gezeuget hätte, nicht der erstgebohrne <Pehn gewesen, weil er nicht zuerst die Mutter gebrochen, ob er gleich vom Vater zuerst gezeuget worden. Jngleichen wenn ein Wittwer, der schön borhero Kinder gehabt hat, eine ledige .Weibsperson hcyrathete, so sey der erste Sohn aus dieser Ehe, weil er nicht der erste seines Va»