Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Viertes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2577043-2577050-9903468--1835-2578806- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
56 LU OXO LU Die Segenssprüche, welche der Veschneidev dabey sprechen muß, lauten also: „Gelobet seyst du Iehovah, unser Gott, König der Welt, der du uns mir deinen Geboten geheiliget, und uns befohlen hast, die Fremdlinge zu beschneiden. Ge« lober seyst du rc. der du uns befohlen hast, die Fremdlinge zu beschneiden, und von ihnen das Blut des Bundes herauszuziehen, und fließend zu machen. Denn, wenn das Blut des Bundes nicht wäre, so würde weder der Himmel noch die Erde bestex hen, weil es Ierem.?z, V- 2z, (nach ihrer lleberfeßung) heißet: „Wenn mein Bund nicht-T-ag und Nacht wäre, so hätte ich auch die Ordnungen des Himmels und der Erde nicht gemacht." (Die rechte und wahre llebersetzung aber dieses nur gedachten Perses, ist ohnstpeitig des seel. D. Luthers.) Nach dstsem Gebet wird ihm esn neuer Name beyqeleget, welches sie allezeit aus der heiligen Schrift nehmen, und zwar dergestalt, daß sie de» ersten Namen, welcher ihnen in der aufgeschlagenen Bibel von ohngefghr in die Augen fallt, darzu erwählen. Dabey ist auch noch merkwürdig, daß alle Proseliten den Erzvater Äbraham gleichsam zu ihrem Vater bekommen, und sich nach denselben nennen müssen, so daß, wenn sie zum Gesetze mit ihren völligen Namen sollen herzu gerufeü werden, oder wenn sie unter eine Schrift ihren Namen setzen und sich unterschreiben wollen, es allezeit heissen muß - - ein Sohn Abrahams unsers Varers.'