Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Viertes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»XG " 55 dieser Welt , die Israeliten aber würden solches erst in der künftigen Welk erlangen, und dieses Habe Gott aus lauter Gütigkeit gegen sie also geordnet, damit sie, wenn es ihnen auf dieser Welt gar zu wohl gienae, nicht stolz und übermüthig werden, und sich dadurch um ihre künftige ewige Glückseligkeit bringen möchten. — Zu desto mehrerer Bekräftigung dieser Worte, sollen sie noch hinzusetzen, daß er schon nur allein daraus ersehen könne, daß sie Gottes Volk seyn müßten, weil sie bey allen Drangsalen und größten Verfolgungen doch noch ein ziemlich großes Volk geblieben, und nie gänzlich hatten können aufgerieben werden; da, im Gegenrheilo andere, größere und mächtigere Völker , ganz und gar, ohne daß man noch die geringste Spur von ihnen fände, ausgerottet »vorden waren. ,—- Wenn er nun dieses alles fastet, und beständig dabey bleibet, sein Verlangen erfüllet zu sehen, und man auch wahrscheinlich muthmaßen kann, haß keine irrdischen und eitelen Dinge, ihn zu seiner Religions - Veränderung verleitet haben, so wird alsbald zu der Beschneidung selbst Anstalt gemacht. Es wird aber die Beschneidung bey einem solchen eben so, wie bey einem gebohrnen Juden verrichtet, ausser nur, daß das Gebet hierbey verändert wird, und man auf das sorgfältigste bemühet ist, bey der Beschneidung so viel möglich, das männliche Glied verdeckt zu halten. D 4 Die