Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zweytes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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-4 LL GM worden ist, und seinen Thron bey der Sonne ge« gründeten er sein Angesicht in seinen Mantel ver« hüllet hatte." (Hierdurch meynen sie den Prophet Dieses wäre min also die ganze Ceremonie der Beschneidung, —— nur sind uns noch theils die Ursachen, welche die Rabbinen von ihrenVerdrdnnngen ängeben, theils die Quellen, woraus sie dieselben in heiliger Schrift herleuen wollen, zu beschreiben ührig, welche wir gleichfalls unfern Freunden hier mittheilen, und alsdenn zum Beschluß dieser Materie auch noch von unterschiedenen Fällen und Rechten, welche bey Befchneidungen zuweilen Vorkommen können, zugleich etwas sagen werden. ' Fragt man nun, woher die Juden die soge- 'nannte "pxta, d. i. die nach der Beschneidung so schmerzliche Zerreißung der Vorhaut, von welcher doch in der Bibel nicht ein einziges Merkmal eines göttlichen Befehls zu finden ist, nehmen; so geben sie zwar unterschiedene, aber nur nichtige und übelgegründete Beweißthümer und Ursa-. chen hiervon an. Sie sägen zum Cxempsl: Es stünde Jos 5 , v. 2. „Mache dtp steinerne Messer und beschneide wieder die Kinder Israel zum antzernmal," Da es nun heisse: beschneide sie wieder zum andernmal; so folge hieraus, daß das Volk zwar schon einmal, aber doch noch nicht recht beschnitten gewesen seyn müsse. Weiter sagen sie: In der Wüsten wäre ngr die Zerreißung der Vorhaut, gewisser Mstänids Wen,