Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zweytes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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rr OXO Nach völlig geendigtem Gottesdienste, gehet -es Kindes Vater, nebst den Rabbinen, Beschneider, Pathen und andern guten Freunden «ach Hause, um daselbst die sogenannte 5MDS Sudas Briß Mi!a, d. i. die Mahlzeit der Befchneidong, bey welcher es gemeiniglich sehr herrlich und lustig zuzugehen pfleget , einzunehmen. Diese Mahlzeit nun muß «othwendig noch an diesem Tage gehalten werden, weil es vor unerlaubt gehalten wird, dieselbe erst am Abende anzuftellen. —> Bey der Mahlzeit selbst finden wir weiter nichts besonders anzu« merken, als daß sie in dem Danksagungsgebete eine ganze Menge blos zu diesem Ende abgefaßte Gebete mit einschalten; Jedoch find diese Gebete nicht bey allen Juden von einerley Jnnhalte. Denn z. E. diejenigen Juden, die sich nach dem Pohlnischen Ceremoniel richten, sprechen noch vor dem gewöhnlichen Danksagungsgebete, ein Gebet, welches sich mit diesen Worten: Deinen Namen wollen wir loben unter den Gläubigen, rc. anfänget. Da hingegen die deutschen Juden in die Mitte des Danksagungsgebetes ein langes von dem Rabbi Eprahim aus Bonn verfertigtes Gebet mit einschalten, welches sich also anfängt: Herr, du hast deinen geliebten Auserwählten befohlen, meinen Bund sollst du bewahrem —, Zum Beschluß sagen sie noch einige kurze Gebete, welche sich alle mit dem Worte svn">n Hsrachmon, d. i, Der Barmherzige, anfangen, her, und von welchen wir wenigstens der pohlnischen Juden ihre, um