Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Erstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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TL »XO TL? ganz allein, fährt im berührten Bache der Verfasser fort, erhörete der Heilige, Hochgelobke das Gebet Israelis; denn das wollten die Worte sagen : „Du erhörest das Gebet eines jeden Mundes." -— Nun erhöret ja Gott nur das Gebet Israels und nicht der andern Völker, was heisset denn hier eines jeden Mundes? Antwort: Das Wort 712 Pe, d. i. Mund, hat eben soviel seiner Zahl nach zu bedeuten, als das Wort, Mika, d. i. Beschneidung, nämlich 8;, und so will es demnach hier so viel sagen, er erhöret das Gebet eines jeden Beschnittenen. Sie gehen mit dergleichen Ausdrücken noch weiter, denn der Medrasch Tehillim, S. 7. Col. 2. über den 6ten Psalm schreibt; Die Beschneidnng ist Gott so angenehm, daß er dem Abraham zugeschworen hat, daß keiner, welcher beschnitten ist, in die Hölle fahren soll, nach den Worten des i B. Mos am 15, v. 18. „Am selbigen Tage machte der Herr mit Abraham einen Bund;" deswegen heisset es auch in dem Buche Breschlttrabbn, S. 4?. Col. 2. Abraham sitze forne an der Thür der Höllen, und lasse nicht zu, daß ein beschnittener Israelit hi'nelnkomme. Damit sich aber dieses Vorrechts die WN1V2 O'ülwl Reschoim Gemurim, d. i. die gar zu gottlosen Juden, (worunter sie bornamlich die mrNOlv Mofrim, d i. Verräkher, die nämlich der Juden Geheimnisse denen Christen offenbaren, und die Meschrrrnmodim, d. s. die armen getauften A 2 Juden