Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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rS4 LS »XD nun dergleichen Weiber allemahl viele waren, ss stellete sie der wachthabende Haupkmann bey der kleinen Thüre, welche täglich geöfnet wurde, und. zur Seite des grossen Th/rs war, in gehörige Ordnung. Hierauf nun wurde ihnen ihr nutzes drachres Opfer abgenommen, sodenn wurde zuerst Pas tägliche Brandopfer geopfert, und wenn solches geschehen war, gleich darauf auch das mitgebrachte Brand- und Sündopfer. Unter wahrenden Opfer nun lobten und preißten diese Kindbetterinnen Gott, vor die ihnen geschenkte Genesung, und sobald alles völlig vollbracht war, so kam ein Priester mit einem Gefäße voll von den gesamMleten Blute der Opferlhiere, besprengte damit diese Weiber insgesatirmr, und dadurch wurden sie nun wiederum völlig gereirüget. . Warum aber eine solche Frau auch ein Sündopfer habe bringen müssen, davon haben die Ebräer verschiedene Meynungen. Einige unter ihnen geben davon diese lächerliche »yd abgeschmackte Ursache an, und sagen, weil die mehresten Weiber in der größten Angst ihrer Geburtsschmerzen, sich zu verschwören pflegten, bey ihren Männern hinführo nicht weiter zu schlafen. Da sir nun aber nachher» diesen Schwur zu halten nicht im Stande wären, so müßten sie deswegen ein Sündopfer bringen. Andere Nabbinen hingen geben davon weit vernünftigere Ursachen an: Als Rabbi Bechai meinet, es habe