Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS OXO LS 37t gehet, so wird es, noch vorher beschworen, wie es Jes. 4;, ix 2z. heisset: „Mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen schwören." Die Worte nun, alle Knie beugen, bedeuten den Tag des Todes , nach Psalm. 22, Vers 30.. „Vor ihm worden sich beugen, alle die im Staube liegen.". Die Worte aber, und alle Zungeü schwören, zeigen den Tüg der Geburth an, wie Ps. am 24, v. 4. stehet: „Der unschuldige Hände hat, und reines Herzens ist - und mehr falsch schwöret." Was ist das aberfür ein Schwur, fährt der Talmud zu fragen fort, damit man es beschwöret; Man sagt zu ihm: Sey ein sadick und kein Rosche, d. i. sey fromm und nicht gottlos, und wenn üuch schon die ganze Welt zu dir'sagte, du wärest gerecht, so lasse dich doch dünken, als ob du gottlos wärest. Denn wisse, daß der heilige und gebenedeyete Gott rem ist, daß seine Diener rein sind, und daß auch die Seele, die er dir gegeben hat, rein ist. Wenn du nun dieselbe in Reinig-' keit bewahrest, so ist es gut, wo aber nicht, so nimmt er dir dieselbe wieder hinweg. — >Eben dieses wird auch noch in dem Buche Nischmat Chajim, S. 26, Col. 1. wie auch in dem Buch Awodat Hakodesth, S. 42, Col. 1 und 2. behauptet, wobey auch überdieses noch mit angeführet wird, daß so lange das Kind noch in Mutterleibe wäre, dasselbe alle Morgen früh von einem Engel ins Paradieß geführet, und daselbst ihm die Gerechten mit ihren Cronen auf den Häuptern gewiesen würden, wobey denn der Engel sprä- Aa 2 che r