Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 372 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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)7» OXO che: Wisse, daß diese, die du hier flehest, eben st wie du in Mutterleibe, sind gebildet worden, fl«! haben aber, da sie sind in die Welt gekommen, die Gebote des gebenedeyten Gottes gehalten, deswegen sind sie dieser Seligkeit gewürdiget, und darzu berufen worden. Wirst du nun thun, wie sie gethan haben, so wirst du gleichfalls bey ihnen sitzen; wo aber nicht, so wirst du an einen andern Ort hinwanvern müssen. Alle Abende hingegen, fährt der Verfasser fort, wird das Kind zu der Höllen hingeführet, um daselbst die Verdammten, wie sie von den Engeln deL Verderbens mit feurigen Stecken gepeiniget werden, und immer ausrufen: O Weh, Weh! zu betrachten. Hierbey säget nun der Engel: Wisse, liebes Kind', daß diese Unglückseligen , eben so wie du gebildet und gebohrcn worden sind, weil sie aber auf der Welt, die Gebote des geheiligten Gottes nicht gehalten: haben, so sind sie in dieft Schmach gekommen, und werden hier bestrafet. Hüte dich dahero , daß du, wenn du auf die Welk kommst, sa nicht sündigest. - Endlich zeiget uns dieser Verfasser auch noch die Ursache an, warum die Kinder bey der Geburt gemeiniglich weinen, und dieses soll nun deswegen geschehen,weil es derEngel geschlagen,und gezwungen hat, aus Mutterleibe zu gehen, weil ferner sein licht verloschen, und es alles, was es vvrhero gesehen und gehöret, wieder vergessen Hat. — Wir lassen eine ganze Menge dergleichen Sächelchen fahren, und eilen nunmehro, gleichfalls di« Wschlenstwbett dev Juden ju betrachten.