Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 370 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Z7V LS.O-sG LU Mansch schlafet hier, und in seinem Träume ist er wohl gar in Spanien. Keine Tage des menschlichen Lebens sind vorhanden, in weichen es den Menschen besser gehet, als eben in diesen, da er noch m seiner Mutter Leibe ist, wie ebeüfalls Hiob im' 29. Cap. V. 2. saget: „O! daß ich wäre, wie in den vorigen Monaten, in den Tagen, da Mich Gott behütete!" Was sind nun aber das für Tage, in welchen Monate, und keine Jahre sind? Sage also: das sind die Monate der Geburth. Man lehret auch dem Kinde schon in dieser Zeit das ganze Gesetz, wie Sprüchw. am 4, V. 4. stehet: „Und er lehrete mich und sprach zu mir, laß Lein Herz meine Worte aufnehmcn, halte meine Gehöre, und lebe." lind Hiob spricht im 29. C. im 4. Vers: , Da Gottes Geheinmiß über meiner Hütten war." Was ist nun das, was H-ob spricht? kannst du denn ßrgen, daß er ein Prophet gewesen sey, weil er solches gesaget hat. Also komme her und höre, (da er vorher» im 2ten Vers, nach unserer Auslegung von den Monaten der Geburth.geredet hatte, so redet er auch hier vw? eben dieser Zeit,) Da Gortes Geheinmiß über meiner Hütten war. Sobald aber das Kind auf die W elt kommt, Heißt es in obberührten Traccat weiter, so kömmt ein Engel, schlaget es auf seinen Mund, lind verursachet dadurch, daß das Kind das ganze Gesetze, welches cs vorher gelernet hatte, wieder vergißt, wie i B. Mos. am 4, D. 7. stehet: .,So ruhet die Sünde vor der Thür." Ehe aber noch das Kind aus Mutterleibe heraus