Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2577043-2577046-9903430--1587-2578571- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
rr« OXO oben aufschwimmen sollten, so muß sie selbige hinunter tauchen. Wenn aber die sich badende Frau etwa selbst zu schwach wäre, sich allein so, wie sie soll , unterzutauchen, so muß ihre itztgedachte Begleiterin derselben helfen, und den Kopf unter das Wasser halten, r 2) Wenn sie sich nun einmahl untergetauchet haben, so richten sie sich wieder aus dem Wasser auf, jedoch in einer sol« chen Stellung, Laß sie noch bis am Hals im Wasser stehen bleiben. Dabey sprechen sie aber folgenden Segensspruch : «Gelobet styst du Jehovah, unser Gott, du König dev Welt, der du uns Mit deinen Geboten geheiligxk, und 'anbefohlen Hast, uns zu baden. —- r z) Wenn eine Jüdische Frau endlich wieder aus dem Bade heraussteiget, so muß sie sich sogleich wohl abtrocknen lassen, und sich alsdann ganz weiß und auf das reinlichste arrkleiden. Bey dem Heimgange darf sie an keine weltliche Dinge denken, und muß sich wohl versehen, daß ihr unkerwegens nicht etwa ein ravL "Q Bnr Thome, d. i. etwas unreines begegne. Es wird aber hierunter nach Vorschrift des Buchs Ez Chajitn, S. 29. Cot. 2. ein Schwein, Hund, 'Katze, Kameel, und dann nicht weniger ein M Am Haorez, d. i. ein gänzlich unwissender und schlechter Jude; ferner ein Aussätziger und fremder Religionsverwandtcr verstanden. Denn, wenn ihr von allen diesen eines begegnet Ware, so müßte sie sich gleich wieder von neuen baden.