Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 212 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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silt LS GXG LL so muß solches mit einer Zwickscheere geschehen. —Damit nun aber die Juden darüber sehe genau halten sollen, so wird ihnen eine ganz besonders erbärmliche Geschichte vorerzehlet,dieal» so lautet: In den Zeiten des frommen Rabbi Juda, war zu Speyer ein sehr reicher Jude, der, ob ihn gleich der fromme- Rabbi öfters bestrafte, und ihyr so gar vorher sagte, daß er nach seinem Tode, von großen Kühen würde zertreten werden, sich dennoch dem ohngeachtet mit einem Scheermesser sichreren ließ. Als nun derselbe einige Zeit hernach starb, und einige Juden bey ihm wachten, so kam bemeldeter Rabbi Juda auch dahin, und hakte einen grossen Zeddel mit tiivW Schemas, d. i. mit Engel Namen beschrieben, bey sich. Diesen Zeddel nun warf er auf den Verstorbenen, worauf sich denn derselbe alsbald aufrichkete, sich Las Gesicht heftig zerkratzte, alle Haare ausriß, und so erschrecklich schrie, daß alle Anwesende vor Entsetzen davon liefen. Der Rabbi, welcher hierbey unerschrockner war,fragte den Tobten nach der Ursache seines jämmerlichen Schreyens und Gebehrdens, und bekam folgende Antwort: „O weh mir! daß ich dir nicht gefolgek habe; Da meine Seele aus mir fuhr, kam ein Teufel zu Mir, der sähe aus wie eine grosse Kuh, und brachte ein Gefäß voller Schwefel und Pech herbey. Darein mußte sich meine Seele setzen, und in dieser Positur, trug sie ein anderer Engel zu Gott hin. Hier wurde ich