Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LS EXE LS sr; ich nungefraget,ob ich auch das Vvm Chumsch. d. i.die; Bücher Mosis, und die Gemar<r, d. i. den Talmud, studiret? Auf mein Bejahen, nnirde mir sogleich ein Chumsch gereichet, und als ich dasselbe eröfnen mußte, so fiel mir sogleich der Spruch: „Du sollst nicht verderben die Ecken deines Bartes," in die Augen. Da ich nun hier wieder nichts Vorbringen konnte, um mich zu Verantworten, so wurde ich alsbald zur Hölle verdammt. Indessen aber befahl man doch mit der Vollziehung dieses Urtheils noch einwenig innen zu halten, weil man vermuthete, daß du für mich bitten würdest. Derowegen, lieber Rabbi Juda, bitte doch für mjch, daß ich nicht zur Höllen wandern muß. —> Dieses that nun auch der sehr gütige Rabbi, und befreyke diesen Elenden, durch sein Gebet, würklich von den Höllenstrafen. Vermuthlich werden diese Seelenmessen den frommen Rabbi Juda von des Reichen Erben sehr gut bebezahlet worden seyn. — Diese Geschichte erzehlek das Buch Ez Lhajim, S. zo. C. 4. —. Unsere jetzigen deutschen Juden müssen fich aber vor dieser bösen Höllen-Kuh, gar nicht mehr fürchten, denn fie lassen sich fastinsgesammt mit dem Scheermesser scheeren, oder so bezwicken, daß bey manchen fast gar kein Bart mehr zu sehen ist. Wir gehen nunmehroweiter fort, und kommen auf die verheyrathetenJudenweiber zu reden. Diese nun find hauptsächlich daran zu erkennen, daß > O s sie