Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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M LL OXO LL und BräMigam, und der letztere wirft zuletzt bas Glas mit dem darinnen noch übrigen Weine, wenn riemlich die Braut eine Jungfer ist, nach den Stern zu, der an der Wand befindlich ist; BeyeinerWittfrau aber, auf die Erde, so daß es iy viele Stücken zerspringen muß. — Dieses geschiehst aber ebenfalls, wie sie vorgeben, zum Andenken der Zerstörung Jerusalems. Gchudt, in seinen jüdischen Merkwürdig? ikeiten, im Lten Theile, Cap. 2;. macht bey dieser Gelegenheit noch einen besonder» Zusatz zu seiner Erzehlung. Er sagt: „Ach muß hier den Christen ein Geheimniß, so sie weder bey Buxtorf, noch bey sonst einen, dev von den jüdischen Ceremonien geschrieben, finden werden, eröfnen. Es ist Aber der Thür der Synagoge wie schon bekannt, «in Stern en Stein gehauen, nach welchen dev Bräutigam das Glas wirft. Dabey nun wollen die Judennns weiß machen, daß nur alsdann, wenn der Bräutigam mit dem Glase den Stern treffe, er auch würklich bey der Braut schlafen dürfe; treffe er ihn aber nicht, so müsse er sich noch 14. Tage ihrer enthalten. Allein es ist das ein falsches Vorgehen, damit sie nur die Christen spotten. Ich will ihnen aber das Geheimniß entdecken. (Das sind die eigenen Worte des Verfasser^;) Man gebe nur Achtung, ob unter der Copulakion die Braut, unter dem Himmel, neben dem Bräutigam stehe; dann ist sie koscher, und darf der Bräutigam bey ihr liegen, er treffe den Stern