Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Zwölftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2577043-2577046-9903427--1545-2578532- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
LL OXG LL »8wie die Armenischen Klageweiber in Constänkmopel ihre Tobten ums Geld zu beweinen pflegen, und wohl noch ein klein bischen weniger. Denn sie guckete bey Gelegenheit ein wenig neben dem Schleyer weg, und lachte. —? Aber, fährt dev Verfasser weiter fort, wie kann es auch anders seyn, da die Liederchen sogar trostreich eingerichtet sind, daß auch dev ernsthafteste Cato' sie ohnmöglich ohne Lachen anhören könnte. Von der Nothwendigkcit des gedachten feyer« lichen Brautputzes am Hochzeitkage, wissen die Herren Rabbinen, nach ihrer Art, wichtige Gründe anzugeben. -7- <Kie sagen: Gott habe die Eva, als er sie erschaffen, eben so angeputzet, und ihr sogar auch vorgesungen, mit ihr im Paradiese ge« tanzet, und also in voller Freude sie zum Adam geführer. So sey es zu verstehen,, wenn es im ersten Buch Mose Cap. 2, v. 22. heiße : „Der Herr brachte sie zum AdamMan sehe hier« bey nach, den Brandspiegel Cap. 34, S. 122, Col. 2. / . - Im 12. Cap. der pirke Elieser, heißt es r Gott hätte dem Adam und der Eva an ihren Hochzeittage selbst aufgewartet, undihnen die Decke, unter welchen er sie copuliret, selbst verfertiget; die Engel aber hätten unter Posaunen und Trompetenschall den Hochzeittanz aufgeführet. —- Daß Gott aber der Eva an ihrem Hochzeitkage ihre Zöpfe selbst geflochten, das beweiset der talmud. Lractat LTZiddah, S.. 4;. Col. 2. nach der Wey« nung