Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Zwölftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LS EXO LS -8müßten; so soll der Bräutigam zwo Mannspersonen , und die Braut zwo Weibspersonen, als Gefährten, zur Beschützung bey sich haben. , Diese Zeit über, wird der Bräutigam von seinen Cameraden, die Braut hingegen auch von ihren Gespielinnen fleißig besuchet; da sie sich denn mit Essen, Trinken und Spielen belustigen. —. Diesen Gebrauch leiten sie aus der Historie des Simsons her; nach Buch der Richter »4/ ro» II. Die Gebräüche bey der Hochzeit selbst, sind Heutiges Tages, fast in jedem ^ande wo Juden wohnen, anders. Und da man dieses besondere, und jedem ^ande eigenthümlickie Eeremoniel, ohnmögljch sämmtlich wissen kann, so werden uns unsere ^eser entschuldiget halten, wenn sie etwa, hier und da, einen klxinssNllnterschied, der doch in die Hauptsache keinen Einstuß haben wird,'bemerken sollten—.Wir liefern ihnen hier zuförderst dasjenige, was man in dem Schülchan Aruch, in dem Buche Rolbo, m dem Lehillath Schlomo, und in dem Mmhagim, dießfalls antrift; lind verbinden damit, aus Schutts Frankfurter Juden- Verlöbniß und . Hochzeit; ingleichen aus Bodenschutzens und Lirchneps Schriften, so viel wir darinnen merkwürdiges angekroffen haben. Den Tag vor der Hochzeit muß sich die Braut, die in ihrer Sprache, ri^?2 Calla h heißt, in ei- M z ner