Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Zwölftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-8» LL nev N1PV Mickweh, d. i. in einem kalte« Wasser baden; wie sich sonst die Weiber nachher Juden Gebrauch zu baden pflegen. An Orten, wo viele Juden wohnen, wird die Callqh dabey von vielen Weibern undMusik ins Bad begleitet, — Eben so hält man es auch Key dem Heimgehen aus dem Bade; damit jeder Vorübergehende sehen möge, daß dieses eine Braut sey. Einige Pflegen gar vor der Braut her zu tanzen und zu springen; Andere hingegen halten dieses für unanständig. . Der snn Choßen, d. i. der Bräutigam, und die Lallnh, schicken einander an diesem Tage, durch einen Ilabbjnen, einen Gürtel zu. Der Gürtel des Bräutigams, den er hon der Braut geschickt bekommt, ist Gesetzmäßiger Weise, mit silbern Spagnen, der Braut ihrer aber, den ihr -er Bräutigam sendet, mit goldenen Spagnen besetzet. — Buxtorf macht davon in seiner Inden- Schule, eine.Auslegung, die wir uns nicht zu verfechten getrauen. ' RivHner aber, in seinem jüdischen Eeremoniel beschreibet diesen Gebrauch mit folgenden Worten: „Am Abend des ersten Hochzeittages> worauf den andern Tag die Copulation erfolget, übersendet der Bräutigam der Braut einen silbern Gürtel, dazu der Rabbine folgende Worts redet: Es sendet euch euer Bräutigam einen Gürtel, daß er nach geschehener Copulation euer seyn soll. Worauf die Braut, durch eben diesen Rabbinen,