Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Eilftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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LL OXO LLL -7^ fügt haben; so werfen sogleich die Knaben ihre in Händen Habenden Töpfe auf die Erde mit grossen Krachen hin , so daß sie in kleine Scherben zerbrechen müssen. Dieses soll nun aber eures Theils, ein Zeichen der Vermehrung usid des Glücks; andern Theils aber soviel andenten, daß gleichwie diese Töpfe nicht wiederum ganz gemacht werden können, so solle auch dieses itzt geschloffene Bündniß nimmermehr wieder zertrennet werden. Lirchner in seinem jüdischen CeremonielS. 17 z. setzet noch dieß hinzu: „Die Vater wünschen auch einander gegenseitig Glück, und nehmen darauf, jeder einen Scherben, von den zerschlagenen Töpfen. Ebeü das thut auch ein jeder, von denen, von beyden Seiten anwesenden Freunden. Braut undBrautigam geben sodann einander die rechte Hand, und bekommen Von ihren Aeltern gleichfalls einige von dieser? Scherben, welche sie darnach aufbewahren, und wenn eines von ihnen beyden in derEhe stirbt, dieScherben auf des andern, des VerstorbenenAugen bey derBeerdigung legem Nach diesem wird eineFreudenmahlzeik . gehalten. Braut und Bräutigam aber pflegen einander öffentlich, in Gegenwart der Gäste, zu beschenken. Nack der Mahlzeit liefet der Schreiber den HeyrarhchConkract allen Anwesenden laut vor, und hiermit sind die Verlöbnifl-Eeremonien zu Ende. Höeym Bodenschatz heißt es endlich noch, im 4ten Theile S. 122. daß wenn dieses alles gesch?-