Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Eilftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-S8 . 22 OX* 22 lich seine Meinung sey gewesen, er selber solle ssviel vor sich schon haben. Habt ihr nun, fuhr er fort, die rooo. thlr. nicht, so bin ich und meine Tochter, nicht aber ihr betrogk». Bey aller dieser Geldbegiexde aber findet man -och, daß einige, unter ihnen, sonderlich in Pohlen, wenn sie selbst reich genug find, ihre Töchter an niemand lieber als an Gelehrte, und wenn sie auch blutarm sind, verheyxathen. — Wenn nun aber ein armer Bocher, d. i. ein Student, oder Rebbe , eines reichen Juden Tochter heyrather, so wird er nicht allein von der Braut Vater sogleich nach der Verlobung gekleidet und von Stund an aus seiner Küche beköstiget; sondern wenn ein solcher, auch nach der Verlobung, Luft bezeigte, eiy oder mehrere Jahre noch auf einer hohen -Schule zu studiren,so wird er auch davon seinem Schwiegervater in allen unterhalten, Wo man sich eines s2lV Gchadchan, d. ». eines ^rerwerverq in dergleichen Heyraths- Affairen bedienet, und selbiger beyderseikige Aeltern endlich dahin vermocht, daß sie das Heyrathsgurh festgeseßet, so ist sein Hchidduch, i. seine Zrenwerberey nun zu Ende, und es wird alsdenn der Tag der Verlobung angesetzet. Das ist aber der Tag, an welchem di^ ober» gedachten Heyrathsbriefe herfertiget werden müjsen» Was die Gebrauche selbst betrift, die an einem solchen Verlobungstage §u beobachten sind, ' . .. / ' ft