Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Eilftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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LA M* LA rs^ bey deren Familie sonst vieles anszusetzen wäre, ihre Töchter in die vornehmsten Geschlechterbringen, wenn sie nur viel dran wenden. Schutt, "wenn er im 6ten Buche Cap. 25. auf diese Materie zu reden kommt, setzt hinzu*: „Die Juden lassen sich hierbey auch nicht etwa mit leeren Worten und blosen Versprechungen abspeisen, wohl wissend, daß man in dergleichen Fällen oft viel zu versprechen, aber wenig zu halten pfleget; da man doch nachher die einmahl vollzogene Ehe nicht so leicht, auch unter den Juden selbst, wieder trennen kann." Hierauf erzehlet er bey dieser Gelegenheit ein Geschichtchen, das wir unfern Lesern hier doch auch mittheilen wollen. , Es solle.sich, spricht er, zugetragen haben, daß einmahls ein Jude gewesen, der.aller Orten vorgegeben, und sich gerühmet, daß wer seine Tochter Heyrathen wolle, der soIe r ooo. thl. haben: Dieses Vorgeben nun, habe einen andern Geld begierigen Mann bewogen, dieses Juden Tochter zu Heyrathen. Als er aber, nach gehaltener Hochzeit, immer von einer Zeit zur andern äufdie l ooo. thlr. vergeblich gewartet, so habe er sich endlich mit seinem Schwiegervater deswegen zu besprechen genöthiget; gesehen, der aber von den versprochenen 1000. thlr. nichts wissen wollen, sondern zur Antwort gegeben, er bliebe bey seinen Worten. Er hätte gesagt, wer meine Tochter Heyrathen will, der soll ic-oo. thlr. haben. Nem- L 4 lich