Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Viertes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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r< LU MM LU folge man den Sadducäern, die Pfingsten allemal auf einen Sonntag gefeyert wissen wollten. Diese Abweichung kam daher, weil sie dis Stelle S V. Mos. 2Z, so verstunden, als.oh die Tage bis Pfingsten vom andern Tage des wöchentlichen Sabbqths an, und nicht vielmehr von dem zweyten Tage nach dem Ostertage selbst, (der auch wohl eben so, wie andere Feste, ein Sabbarh kann gönennet werhen«) sollten gezählet werden; ha doch Gort in der angezeigten Stelle ohnfehk- Har von den letztern redet. Wenn alles Opfern zu Ende war, so that sedev nochmals sein Gebet zu Gott, dankete ihm für feine Wohlthgken, und reifete dann wieder nach Hanfe. ** *** Bey der heut zu Tage unter den Juden übst, chen Feyer dieses Festes findet sich, wenn man alle ihre Gebräuche genau durchgeht, ein sehr merklicher Unterschied, gegen die vormals gewöhnlichen. Den fünften Tag dieses Monaths, als am Msttqge des Pfingstfestes, find fie beschäfftigek, so Wohl ihre Häuser als auch die Synagoge mit Mayen, und wohlriechenden Blumen auszuschmücken; wobey denn auch zugleich die Gesetzrollen mit zierlich gewundenen Blumenkränzen aufgeputzt werden. Sie thun dieses hauptsächlich zum Gedqchtniß -es gegebenen Gesetzes; und weil damals lim hon Berg Singi herum alles grün gewesen, so bestreuen fie so wohl den Fußboden der