Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ry5 OXO Rabe z. E. sagt aus Hiob z8, 4i. und Psalm r 47. v. 9. „Wer bereitet dem Raben die Speise? wenn seine Jungen zu Gott rufen? Und hin und her irren, wenn sie nichts zu essen haben?. (Der thut es,) Der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Raben, diedeN Herrn anrufen." — Sieber merken dabey noch diesen Umstand in Absicht der Raben, daß die Alten ihre JuNgett gleich, wenn sie ausgebrütet sind aufeinige Tage zu verlassen pflegen; Davon die Ursache diese seyn soll, weil sie weiß aus den Eyern kämen und deswegen von den AlteN nicht für die Ihrigen erkannt würden. Wenn nuN aber die jungen Raben in dieser ihrer Noch zu Gort schrien, so schickte Gott, Fliegen, und Mücken, die von sich selbst denen hungrigen Jungen in ihre Schnäbel fliegen müßten. — Man hat noch eine andere Erzehlüng von der Kraft des Gebets der Raben, indem behauptet wird, daß wenn diese zu Gott um Regen rufen sie ganz ohnfehlbar erhöret würden, dabey wir uns aber Nicht aufhalten wollen. Dem Esel sind folgende Worte aus t Chrom 29. v. n. bis i z. beygeleget: „Dein 0 Herr ist die Größe, und die Macht - - und loben den Namen deines Ruhms." Von diesem Thierewird im Talmud, und in andern Schriften sehr vieles erzehlet. z. E. daß nach seinen Geschrey die Nacht auf gewisse Art so wie sonst, durch das Hahnen- Geschrey, nehmlich in drey Theile getheilet werde, wie im Tract. Bernchoth Fol. i. weitläustig beschrie-