Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2577043-2577049-9903341--0706-2578158- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
GXO LL '97 beschrieben wird. Au der Zeit da der Esel zuerst schreyek, sollen die Engel anfangen zu singen, und Gott zu loben. — Wir können hier nicht umhin ein paar Geschichtchen von der Klugheit und Tugenden, die den Eseln beygemeßen werden^ einzuschalken.— > Man erzehlet, R. Jost habe einen Esel gehabtden er andern Leuten um Lohn zu verdingen gewohnt gewesen, wenn nun die Leute den Esel Abends nach Hause gehen ließen, so pflegten sie allemahl den Lohn an seinen Halß zu hengen. Wobei) dieser Esel niemahls mehr und auch nicht weniger, als er verdienet hatte, annahm. Einsmahls trug sichs zu, daß ihm jemand den verdienten Lohn an den Halß gehenget, und der Esel doch nicht heim gehen wollen. Da nun dem Manne dieses sehr wunderbar borkam, weil er wußte daß der Esel sonst allemahl, wenn er das Seinige bekommen) fortgieng; so suchte er bey ihm genauer nach, und fand, daß er ein paar Schuhe, die er demselben vorher angehenget, wieder weg zn nehmen vergessen hatte. So bald er ihm die Schuhe abgenommenso gieng dieses fromme Thier, das nichts mit Unrecht haben wollte, alsbald willig nach Hause. Noch von einen andern frommen Esel, wird im Talmud. Tract. (Lhollin Fol. 7. folgendes erzählt. Mabbi s)inH<rs der Sohn Iair reifete einsmahls weg, in der Absicht gefangene Juden auszulösen, und kam mit seinem Esel an den Bach Ginai, über welchen er hinnüber zu kommen suchen mußte. Er sprach also zu ihn,: Bach! zerrheile dich, damit ich N z Hin-