Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LU sXO LU «? bath, etwas aus einem Platz (oder Eigenthum) in den Andern zu tragen. ' Den ersten dieser feycrlichen Gebrauche, nennen sie ni">LN Eruf Lhazeroß, eine T>eri»iengung der Höfe. Sie geschiehst auf folgende Art: Den Abend vor den Osterfest bringt ein jedweder Haußvaker ein wenig Mehl herbey, welches von dem Schlammes, öder Schuldiener zusammen gesammelt wird, und woraus dieser eine Matze, d. i. einen ungesäuerten Kuchen machet. Wenn dieser Kuchen gebacken ist, tragt er ihn in die Synagoge, alsdenn nimmt ihn der Vornehmste von der Gemeine in die Hand, giebt denselben einem andern, und bezeuget zugleich daß er hierbey auch diejenigen zur Gemeine mitrechne, und an dieser Handlung wolle Antheil nehmen lasten, welche itzt bey dieser Ceremonie nicht zugegen waren, oder die erst nach dem.Pastah, bey ihnen wohnhaft werden würden. Es sollte also dieser Kuchen der Vermengung gleichfalls auch für sie mit gelten, damit ihnen, gleich denen andern, am Sabbath das Tragen ihrer Sachen aus einem Ort in den andern erlaubt sey. Alsdenn nimmt der Rabbiner die Matze in seine Hand, und spricht: „Gelobet seyft du Gott, unser Gott, König der Welt, der du uns mit deinen Geboten geheiliget, und uns das Geboth der Vermengung, gegeben hast: Es sey uns erlaubt, kraft dieser Vermischung, hin und her zu kragen, von einem Haufe in das andere, von einem Hofe in den andern, von dem Hauch 3 ft-