Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Zweyter Band (1768)
- Issue
- Drittes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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8? Blnsth, wie sie zu reden pflegen, d, i. die Schande zu verhüten: da nehnilich das Brod gleichsam würde zusehen müssen, daß man den Segen erst über den Wein spräche. Die andere Ursach ist, um sich bey diesem Gebrauch des Manna zu erinnern. Denn sie sagen, daß allemahl, wenn das Manna in der Wüsten hätte fallen sollen, erst zuvor ein Thau herab gefallen wäre, darauf hernach Las Manna gelegen, um nicht von der Erde beflecket zu werden; Alsdenn sey noch ein Thau gefallen, dasselbe zu bedecken. — Aus eben der Ursache, nehmlrch um derAehnlichkeit willen mit dem Manna, nehmen sieaucham Sabbath zwey Brode vor sich; weil 2, B. Mos. 16,22. stehet: „Den sechsten Tag sammleten sie das Vrod zweyfältig, je zween Gomer, für einen.» Nach Endigung dieser Ceremonie nimmt ein jeder die Speisen, die er sich nach seinem Vermögen hat anschassen können, mit frölichem Mathe zu sich. Denn es ist dieß eine ausdrückliche Vorschrift für die Juden, am Sabbath vergnügt zu senn, und gut zu leben. - Sie leiten selbige zuförderst her, auder Stelle 5 B. Mos 16, 14. allwo es heisset : ,Du sollst frölich seyn auf deinem Feste, du, und dein Sohnrc " Hierzu setzet das Buch Lchillurh Schlomo S. 44. Col.2. noch dieses: „Wenn ein Mensch am Sabbath mit Essen und Trinken sich gütlich thue,so werde er durch den Engel, der die Aufsicht über das Schabbesessen habe/ sehr gerühmet und herrlich belohnet. L » - Und