Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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876 LS OXO LS auf eben einen solchen Wochentag einfällt, auf welchen in dem Jahre der erste Ostertag getroffen; so halten sie es für nöthig durch dieses Eyeressen das Verbrennen des Tempels noch besonders zu betrauren. Andere suchen darinnen ein Geheimnis;, daß das Wort -,^'2 Beza, d. i. ein Ey, und Beah, d. i. das Erbitten, fast gleichlautend sind. Denn das brauchen sie zu einer Aufmunterung und Versicherung, daß Gott sich desto gewisser von ihnen werde erbitten lassen, sie in Kurzer; zu erretten und ihnen zu helfen. — Bcy dieser Mahlzeit aber darf sich keiner ganz satt essen; damit er das letzte Stückchen, welches jeder von dem oben oft berührten Aphikonien noch am Ende bekommt, mit recht guten Appetit genießen möge. Mach vollbrachter Mahlzeit giebet das dreyzehnte Wort siLLAofon, d. i. das Verborgene,dem Haußvaker die Anweisung, den unter sein Hauptküssen versteckten halben Kuchen, der eben Aphikomen heisset, hervorzulangen, und sowohl für sich, als auch für die Semigen, für jeden wenigstens soviel alseiner Olive groß, davon abzubrechen. Dieses essen sie aber eben an der Stelle des eigentlichen Osterlamms, welches denen Juden heut zu Tage fehlet. — Ehe sie es noch essen, betet jeder also: „Ich bin bereit, und willig dasGeboth unserer Weisen zu bestätigen, und dm Aphi-- komen zu essen, im Namen des Heiligen, Hochge-