Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 362 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Z6r LU SXO LU ne stumpf machen, (d. i. du sollst suchen dadurch einen heimlichen Verdruß bey ihm zu erwecken) und sollst zu ihm sprechen; Es geschiehet um deswillen, was der Herr bey dem «lusgange aus Egypten an uns gethan hat; nemlich uns, (Frommen) aber dir nicht. Denn wenn du auch gleich damals wärest in der Welt gewesen, so wärest du doch nicht mit befrcyet worden. — Der Einfältige könnte auch sprechen: Was bedeutet dieses: Au dem sollst du gleichfals sagen: Es geschiehet deswegen, weil uns der Herr mit starker Hand aus der Knechtschaft Egyptens herausgeführet hat. — Dem aber, der dich gar nicht zu fragen im Stande ist, sollst du die Geschichte! des Alksgangs ans Egypten, ungefragt verkündigen, und erklären. Denn es heißt in der Schrift 2. B. Mos. i A v., 8. «Du sollst es deinem Sohne an diesem Tage verkündigen -- Weil aber in diesem Spruche dabey stehet: um deswillen; so haben die Rabbiner» daraus geschlossen, daß diese Verkündigung nicht eher geschehen soll, als in der Stunde, wenn die Osterkuchen,'und bittre Kräuter vorräthig sind, um einem jeden die Sache recht faßlich und begreiflich zu machen. — Weiter erzehlen sie, daß anfänglich ihre Väter wären Götzendiener gewesen, daß Gott ihren Vater Abraham im ganzen Lande Canaan herum geführet habe, daß er ihm den Jsaac geschenket, mit dem Versprechen, die Nachkommenschaft desselben sehr herrlich zu vermehren. Dem Jsaac habe Gott ferner den Jacob, und Esau zu Erben gegeben.