Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2577043-2577044-9903394--1270-2577891- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«LMMA LS OXO LS ,4, chen, aber doch noch zu klein ist, selbst zu fasten: so fastet der Vater für sich, die Mutter aber fastet für ihren kleinen Sohn. Man pfleget an diesem Rüsttage früher, als sonst in die Synagoge zu gehen. Bey dem dießmaligen Gottesdienst aber wird von dem tägli» chen Gebete der roo. Psalm, (s. r. B. S. 137.) ingleichen der zoste (s. i. B. S. 220.) gänzlich weggelassen. Ferner fällt auch das Gebet, welches von uns im i. B. S. 220. angeführt worden, und sich mit den Worten anfängt: Starker, langmürhiger - ebenfalls hinweg; welches doch an allen andern Tagen, auch da, wo selbst das Techinnagebet nicht mit gesprochen wird, nicht zu geschehen pflegt. Die Ursache hiervon ist, wie sie sagen, daß dieser Rüstkag an sich selbst als ein Feyertag zu betrachten sey. Im Tempel hätte man vormals an diesem Tage bey der Opferung des OsterlamMes das Hallel gesprochen. Nachdem man die Synagoge wieder verlassen, so eilet jeder zum Tische. Es gehet damit darum so eilig zu, weil sie höchstens um halb io, Uhr Vormittags, schon wieder mit dem Essen fertig scyn müssen. Denn um io. Uhr muß auch das Verbrennen des Gesäuerten schon vorbey feyn; und von dieser Zeit an, darf nun niemand, weder gesäuertes noch ungesäuertes Brod mehr zu sich nehmen. — Dabey haben sie die Vorschrift, sich diesen Tag von Nüssen, Aepfeln, Merettig, Wein, (als von solchen Dingen, die beyderPas- V 4 sah-