Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 334 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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3Z4 LA OXO LA brauchbar. Ja, sie Verfahren damit so strenge, daß sie sagen, »Venn hundert Töpfe mit Speisen beysammen in einen Ofen, aber nicht zugedecket, gestanden, und es wäre nur in einen einzigen etwas .Gesäuertes hinein gefallen, z. E. ein Gersten-oder Waizenkörnlein, oder dergl. so wären alle Speisen, welche sich in diesen Töpfen befinden, verderbet; weil, wie sie sagen, doch der Dampf don dem einen in den andern gehen könne. -—- Eben also verhält es sich, wenn zehen und mehrere Hüner, oder ander Geflügel an einem Spieße gebraten würden, und nur ein einziges Körnlein Getraide auf einem dieser am Spieße steckenden Braten, gesehen würde; denn auch da ist alles am Spieße befindliche zu essen verboten, und muß verbrannt, oder ins Wasser geworfen werden. Fände sich in kalten Speisen ein dergleichen Körnlein, so muß der Jude dasselbe auf einen Pgppier zum Rabbiner schicken, der sodann das Korn untersuchet, ob es weich oder harte ist; und da kommt es nun auf des Rabbiners Gutdünken, oder guten Willen an, ob er solches Essen erlauben, oder untersagen will. Weil nun die Juden wegen des Gesäuerten, oder Ungesäuerten, so gar genau gehen, so ist ihnen sehr Vieles an ihren Ostern gar nicht zu essen verstärket. > z. E. Feigen, Rosinen, Safran, Zucker, Negelein, u. dergl. Denn nach ihrer Einbildung haben alle diese Stücke etwas an sich, welches zur Säure geneigt ist; und weil es möglich wäre, daß hier und da, als z. E.zum Zucker oder Fei-