Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 325 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LK OXO Z25 zu sehen sind, gehen sie aus, das Wasser zu dem Backen der Mazzoß zu schöpfen. Dieses soll aber eigentlich der Haußherr selbst thun. — Es geschiehet dieß auf folgende Weise. Sie nehmen 2. Jomtosstige, d.i.zu dem Feste zubereitete Kannen, über welche ein weißes ungestärktes Tuch gedeckt ist. Dieses Tuch ist darum darüber gedecket, daß sie das geschöpfte Wasser können hindurch laufen lassen, damit nichts unsauberes mit in die Kannen kommt. In die eine Kanne schö-l pfen sie das ordentliche Mazzewasser, wobey der, der es schöpfet, ausdrücklich sprechen muß: „Dieses schöpfe ich zu denen Mazzoß." An das andere Gefäß aber, schöpfet er das sogenannte MLP rNizyvhryastev, (als mit welchen Namen einige besondere- Osterkuchen, von denen wir weiter unten reden werden, bezeichnet sind,) wobey er denn wieder sagen muß, daß ers eben zu dieser Absicht schöpfe. — Warum dieses Wasser eben am Abend vorher geschöpfet werden müsse, davon giebt uns das Buch Minhagim, S. 17. Col, r. dieß zur Ursache an, weil in vier und zwanzig Stunden keine Sonne zu diesem Wasser kommen dürfe. Denn die vorhergegangenen zwölf Stunden, so den Tag ausmachen, schaden nichts, da ist die Sonne wohl auf der Erden, aber nicht im Brunnen. Wenn man es aber am Tage schöpfte, so würde es von der Sonne beschienen werden. Nun bleibt es stehen, bis es Zeit ist dasselbe zu brauchen. Wenn es nicht auf vorgeschriebene Art zu rechter Zeit geschöpfet wäre, so glauben sie, es Tz stünde