Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 322 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Z22 OXG LK , Von den besonders frommen Juden weiß man noch, daß sie gewohnt sind, den Waitzen lieber gleich selbst vom Felde, für sich, zu dieser» Gebrauch , abschneiden zu lassen, und ihn hernach aufzuheben, als daß sie ihn erst kurz zuvor kaufen sollten. Das andere, welches die heutigen Juden als erne wichtige Vorbereitung anzusehen pflegen, und was sie gemeiniglich zwey oder drey Tage vordem Feste vornehmen, ist die Hsgolast Lelim, die Reinigung der Gefaste; welches sie auch nur schlechthin mit dein Namen des Laichern belegen. Wie dieses geschehe, wollen wir unfern Lesern mit den Worten des Buchs Minhagin, S. i6. 17. sagen. Da heißt es aber also: „Man. nimmt einen besondern Kessel, der zu nichts anders sonst gebraucht wird, sondern das ganze Jahr hindurch sorgfältig verschlossen bleibet, gießet denselben voll Wasser, und laßt ^das kochen. Wenn das Wasser im Kochen ist, so .bringt man alles silberne, zinnerne, und kupferne Geschirr, welches auf das Fest soll gebrauchet werden, und das schon zuvor ganz blank gescheuert seyn muß, herbey, und tauchet cs in das siedende Wasser. Sogleich wird cs auch wieder heraus gezogen, und in kalten Wasser wieder abgcspulet. Nun heißt cs koscher. Jedoch ist hierunter das alte, nemlich solches Gefäße, welches lange gebraucht ist, das schon viel Ritzen hat, oder gesiicket ist, nicht mit begriffen. Denn von diesem