Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 299 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS'GX* LS 291 Bodeitschay beschreibet uns diese Art des zu Tische liegens der Israeliten im 2. Theil Cap. z. S. 280. also: „Bey den Israeliten hatte ein jeder sein besonderes Bette, und wo es seyn konnte, auch ein jeder seinen besonder» kleinen niedrigen Tisch vor sich. Speiseten ihrer nur zween, so legte sich der Vornehmste zuerst nieder auf das auserste Bette, und der andere lag hinter ihm, so daß der Vornehmste dem andern den Rücken zuwcmdte. Waren ihrer drei-, so lag der Vornehmste in der Mitte, auf dem mittelsten Bette, der nächste nach ihm, lag hinter ihm, und der dritte vor ihm; welches auch bey den Römern die beste Stelle war. Denn da lagen die Männer zuerst, und vor ihnen , in ihren Schooße, ihre Weiber, oder andere, welche sie sehr liebten Wollte einer mit dem andern, der hinter ihm lag, reden, so bewegte er sich in die Höhe, und setzte sich auf. Diese Gewohnheit war auch bey den Juden. Sonderlich lagen dieselben gerne bey den heiligen Mahlzeiten, als bey dem Ostcrlamme, bey welchen sie das, Stehen bey Tische für gar zu knechtisch hielten. Nemlich ehe die Becher vor dem Essen ausgekrunken wurden, so war es nicht nöthig zu liegen; Sobald aber die eigentliche Mahlzeit, und besonders das Essen der biktern Kräuter angieng, so lagen sie alle, und zwar an einem runden Tische herum. Wollen wir nunmehro die übrigen Stäche, welche zur Feyer des Osterfestes erfordert wurden,