Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS GXO HS 495 »rdnungen zu erweisen, nicht ganz vorbei) gehen. — Was die Juden davon sagen, schmecket freylich gar sehr nach ihrer schon bekannten Weißheit. — Sie sagen nemlich, man hatte in diesem Allen die Gewohnheit der großen Herren nachahmen müssen, welche nicht nöthig hakten, bis an den andern Morgen etwas übrig, oder auf die Seite bringen zu lassen; sondern alles, was auf ihre Tafel käme, würde von ihnen, oder von ihren Leu« ten sogleich aufgegeffen. Und so schicke sichs also auch nicht für die Juden, als die Kinder eines so großen Herrn und Königes. Noch weniger schickte sichs die Beine zu zerbrechen, und selbige auszusaugen, wie die Hunde. Denn da sie Gott aus der Egyptischen Dienstbarkeit zu einer so herrlichen Freyheit gebracht hakte, so müßten sie auch ihren großen Vorzug, und ihre allsnehmende Hoheit wohl in Obacht nehmen. Zu dem Zerbrechen der Beine aber, hätten sie, für großer Eilfertigkeit, in Egypten auch nicht Zeit gehabt; Jedoch wir Christen, wissen durch Gottes Gnade besser, worauf Gott mit der Anordnung von der Opferung des Osterlammes sowohl, als auch den andern darzu gehörigen Gebräuchen, abgezielet habe. Denn obwohl das Osterlamm zuerst und ursprünglich den Kindern Israel ein Denkmahl seyn sollte, von dem Vorübergang des Würg« Engels in. Egypten, und der darauf erfolgten herrlichen Erlösung aus diesem . Lande der Knecht-, schaft; so war doch dieß nicht der fümehmste oder T 4 einige