Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LS EXE LS s-r Gleich darauf nahm er ein Stück von den zerbrochenen Kuchen, umwickelte es mit einigen Stücken von den bittern Kräutern, tnnkte dieses Bündel in den Aepfelbrey, und sagte dazu: „Gelobet seyst du Herr unser Gott, du König der Welt, der du uns mit deinen Geboten geheiliget hast, und uns befohlen gesäuert Brod mit bittern Kräutern zu essen. — Nachdem er das gesagt, so aß er auch das was er eingetunket hatte. Nunmehro segnete er das Dankopfer ein, und fprach: „Gelobet seyst du Herr unser Gott rc. der du uns befohlen Haft, das Dankopfer zu essen." Hier aß er wieder ein wenig davon, und segnete sodann das Osterlamm ebenfalls mit gleichen Segensspruch. Und auch von diesem nah m er zu gleicher Zeit ein wenig in den Mund. Und nun, wenn dieses alles vorüber, so fing sich die Mahlr zeit nunmehr ordentlich an. Bey der Mahlzeit selbst, nachdem sich jeder nach dem damaligen Brauch, zum Tische, auf die Erde niedergelassen hatte, so aß und trank nun auch jeglicher, was ihm beliebte. — Während dem Essen führte man allerhand erbauliche Gespräche, die besonders auf die wundervolle Erlö, jung ihrer Väter aus Egypten, gerichtet waren. —. Die ganze Gesellschaft tunkte ihr ungesäuert Brod in den Apfelbrey; aß zuerst vom Dankopfer, bis sie fast gefattiget waren, und es allmählig stärker auf die Nacht zugieng. — Endlich zuletzt aß jeder auch etwas von dem Osterlamm, um sich T 4 damit