Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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syr L5 »X» zu gleicher Zeit der Tisch wieder vorgeschoben wurde. — Dieß Passah, sagte er, essen wir dar« um rc, Die bittern Krauter, darum rc. Und die ungesäuerten Kuchen, aus der Ursache, weil rc. — Iedesmahl nahm erdaswas er nannte, indem er es nannte, m die Hand, und hielt es der Gesellschaft vor. — Wenn er fertig war , so sprach er: „Halleluja! lobet Gott, ihr Knechte des Herrn U Und hierauf stimmte die ganze Gesellschaft zugleich mit ihm das fallet an. Es konnte dasselbe aber auch ein einziger, doch mußte es ein angesehener 'Mann seyn, allein singen; und die andern höreten ihm andächtig zu. — Diesen Lobgesang aber pflegte man dicßmahl zu theilen. Man sung zuerst den uz. und 114.Psalm allein, l lnd wenn diese gesungen waren, so sprach der Haußvater erst den Segen über den andern Becher mit Wein; trank, und hieß die übrigen Gäste auch trinken. Nun wusch er sich wieder die Hände; —— und dann nahm er zween ungesäuerte Kuchen in die Hand. Den einen brach er in zwey Stücke, legte beyde Stücke auf den zweyten ganzen , und dabey betete er: „Gelobet seyst du Herr - der du das Brod aus der Erden hervorgebracht Haft" — Daß bey diesem Segensprechen, die Stücke zerbrochen seyn mußten, geschähe deswegen, weil es Vrod des Elendes hieß; solches, wie man es bey armen Leuten findet, die kein ganzes, sondern nur Stücken Brod haben. Gleich