Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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»86 LS »XG HK War es Nun Zeit zu speisten, so kainen die Gesellschaften an dem ihnen bestimmten Ort zusammen. Wo eine Familie nicht stark genung war, das Lamm zu verzehren, so bat man so viel von seinen nächsten Nachbarn darzu. bis deren genug zu seyn schienen, das Lamm völlig, und mit dieser einzigen Mahlzeit, aufzuessen. Vey dieser Mahlzeit durfte kein Unreiner erscheinen, wie aus 4. B. Mos. 9, v. iz. klar zu ersehen. Dieses ist aber nur von einzelnen Personen zu verstehen, und zwar nur insbesondere von solchen', die sich bcy einem Todten verunreinigt Hatten. Denn wenn ganzen Gemeinden dergleichen Verunreinigungen begegnet waren, so wurde es anders gehalten. LNnimonides erzählt uns dieses in seinen ei sten Tractat von der Schlachtung des Osterlammes, Cap. 7. §. i. L. i.Ilir Fall, sägt er, daß die halbe Gemeine rein, der sibrige Theil aber Unrein war, so aßeN die Reinen für sich, und die Unreinen aßen auch für sich. War die Zahl aber der Verunreinigten grösser als die Anzahl der Reinen, wenn es auch nur um einen einzigen gewesen wäre, so konnten alle, ohn Unterschied zusammen, die Reinen mit den Unreinen essen. Hierzu seht der Talmud noch dieses: Tractat pejachim, S 79. Col. r. Es könnte sich zutragen, daß die Priester unrein, die Gemeine über rem avar, ,ld>'V'i22) In diesem Falle wurde es zwar in Unreinigkeit zube-