Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 285 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2577043-2577044-9903390--1208-2577833- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
LA E* LA 285 hingesetzet habe, um dadurch zu verhüten, daß man M den folgenden Zeiten nicht etwa bey einer besonder» Art des Krautes allein stehen bleiben sollte. Sie will also solche bittre Kräuter dazu gebraucht wissen, wie sie nach eines, jeden Landes Beschaffenheit zu haben smd. Denn bittre Kräuter lassen sich ja wohl überall finden. Man hat also nicht nöthig, sich den Kopfdarüber zu zerbrechen, was für bittre Kräuter die Schrift gemeynt haben müsse. Außer dem itztgedachten Kräutern, brauchte man auch bisweilen noch andere, zu gleicher Absicht, llnd diese werden auch in den Talmud nahmhaft gemacht. Man bediente sich auch einer Schaale mit Eßig, um die Kräuter darein zu tunken. Ferner trug man auch in einer besonder» Schaale, ein gewisses Muß, oder Brey auf, welcher von untereinander gehakten Aepfeln, Feigen, Nüssen oder Mandeln,^znd dergleichen Früchten, mir Wein durchmengek, zubereitet wurde. Oben darauf war Zimmet gestreuet, damit dieses Muß die Gestalt des Leims haben sollte; und deswegen Milde es auch NO'NN Lharoseß genennet. Einige gaben diesem dicken Brey die Form und Gestalt eines Ziegelsteins', und das darauf gestoßene Gewürße, durfte nicht ganz fein zerstoßen, sondern es mußte grob darauf liegen, damit es gleichsam die Egyptischen Stoppeln, oder das Stroh vorstellen sollte, daraus ihre Vorfahren in Egypten, mit Leim verarbeitet, die Ziegelsteine machen müssen. War