Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Siebzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-6-i HK OM HM Heiliget hast, und uns befohlen den Sauerteig von uns zu thun." — War das Haust groß, und dep Zimmer darinnen sehr viel, so nahm,er bisweilen etliche Knaben, oder auch andere Mannspersonen zu sich, die alsdenn auf jenes Gebet, das Amen sagen mußten. Jeglicher davon hatte auch ein dergleichen brennend Wachslicht in der Hand, und alle zusammen suchten solchergestalt alles mit dem größten Neiße aus, nicht »mr alle Zimmer, sondern auch sogar alle Küsten, Schranke und Winkel, ja, so zu sagen, fast aste Mauselöcher. Was, sie nun Hey dieser Haussuchung stunden, das Huben sie auf, und verwahreten es sorgfältig bis auf den folgenden Tag. Hierauf sprach der Haußvater: „Alles Gesäuerte, was noch außer diesen bey mir übrig seyn sollte, und ich weder gesehen, nochweggeschaft habe, das werde zerstreuet, und dem Gtgube der Erden gleichgeschatzet. Den nächst folgenden Morgen, ganz frühe, gls an; vierzehnten Tage des Nisan, machte die Haußmukker süße, ungesäuerte Kuchen, und zwar gemeiniglich aus Maitzenmehl. Dieses Wai; Henmehl nun, wurde mit demjenigen Wasser, das der Haußherr den vorigen Tag zu dem Ende geschöpfet hatte, angemqchet, und dermaßen durch ssiiiander gekflätet, daß es nicht in Gährung gehen konnte. Einen Theil davon that sie auf die Seite, und sagte dabey: „Gelobet seyst du, Herr unser Gott, der du uns befohlen hast einen ungesäuerten Juchen wegzulegen.'* Diesen abgeson-