Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Siebzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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LS AXO LS Kerken Theil des Teiges ließ sie nunmehr in den Tempel tragen, und den Priestern überliefern. Aus dem übrigen verfert igte sie alsdenn ihre Kuchen, die insgemein rund geformt, und ganz dünne gemacht wurden, lind damit die Luft sie recht durchdringen, und alle Säurung, und alles Aufschwellen verhindern möchte, so stach man dieselben voller Löcher, und schob sie alsdan in den Backofen. . Diese Vrode, weil sie nur aus Mehl, und Wasser zubereiket wurden, ohne haß im geringsten etwas anders darzu kam, und also sehr sin-, schmackthafk waren, sind in her Heiligen Schrift, Brode des Elendes, genennet, z.B-Mos. i6, p. z, -Sie mußten solche essen zum Gedächmiß ihrer eilfertigen Flucht aus Egypten, ha sie nicht so viel Zeit gehabt ihren Teig zu sauren, und sich etwas zu ihrer Zehrung auf den Weg zuzubereiken; sondern über Hals über Kopf fortmarschiren und den ungesäuerten Teig , so wie er war, mitnehmen müssen. Zwar asscn sie in Egypten Kor ihren Auszugs beym Osterlamms ebenfalls ungesäuert Brod, aber doch nicht langer, alß siux in derselben Nacht, da sie auszogen; Im gelohiten Lande aber geschähe solches sieben Tage Hinter einander. Daher gehet auch das Gebot Gottes, 2. B Mos. i2, v. 8. ..Ihr sollt Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuerte Brode," hlos auf die erste Fever dieses Festes, und also auf die Zeit, da sie noch in Egypten waren. Daß das Volk damals aber auch noch in R 4 der