Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»54 TS DXO TS als sonst gewöhnlich in die Synagoge, wo man die Wachs-Kerzen, welche vom Versöhnungskage übrig geblieben, wieder anbrennet, und die Dyna« goge damit erleuchtet. Das dießmahlige Schnchriß, oder Frühgebet, ist eben so eingerichtet wie das an den vorhergehenden Zwischenfeyertagen. Ein kleiner Unterschied liegt nur darinnen, daß einige Segenssprüche mit der gewöhnlichen Festtags-Melodie " abgesungen werden; und daß die Polnischen und Böhmischen Juden auch die Sabbathlichen Segenssprüche hier mit dazu setzen. — Nach Endigung des. Schachrißgebetes wird eben so wie gn den andern Tagen der Palmzweig unter dem gehörigen Segensspruch geschüttelt, und das Hallel gesprochen. Alsdenn wird ihrer Vieren aus einer Gesetzrolle, die auf diesen Tag bestimmte Opfer-Lection vorgelesen. — Sobald die Gesetzrolle Wieder an ihren Ort gebracht worden, so wird das halbe Radischgeber, das Jrhnllelu das Aschre- und Uwo Leziongebet gesprochen. Nach diesen wird das Mußaphgebet. nach der festtäglichen Melodie abgesungen. Und wenn das alles vorbey, so gehen ihrer Sieben hin, zum heiligen Schranke, und langen sieben Gesetzrollen heraus, gehen damit zu dem Catheder, stellen sie auf das Pult, und halten sie da aufrechts gestellet. Die Polnischen Juden nehmen bey dieser Gelegenheit alle in dem Schrank befindlichen Gesetzrollen heraus. Nunmehro gehet der Vorsänger mit der ganzen