Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LA GM LA '5> Gemeine, siebenmal)! um das Catheder, in Pro» cession herum. Jeder Jude hat dabey seinen Palmzweig in Händen; diejenigen aber welche keinen haben, nehmen davor, die am vorigen Tag» znrechlgemachten Weydenstraußer, in die Hand. Dieser siebenmahlige Umgang soll, wie sie sagen, eine Beziehung haben, auf die sieben Tage, in welchen man die Hoschainagebete spricht; und soll zugleich auch zum Andenken, derjenigen Gewohnheit dienen, vermöge welcher man in demTempel vormals auch einen solchenUmgang um denAltar mit Weydenbüschen gehalten habe. — So oft nun die Gemeine solchergestalt einen Umgang vollbracht, so gehet einer von den sieben Personen, die die Gesetzrollen halten, von dem Catheder hinweg, und trägt seine Geseßrolle wieder in den heiligen Schrank. , Andere machen noch andere Erklärungen dieses siebenmahligen Umgangs, indem sie selbigen auf die sieben ^ephiroths oder göttlichen Eigenschaften deuten. Daher ist ihnen auch befohlen, beym ersten Umgänge zu sprechen: „Die Welt ist durch Gütigkeit gebauet worden:" Beym, zweyten: „Dein ist die Macht, und die Starke, laß deine Hand mächtig, und deine Rechte hoch seyn." Beym dritten: „Du hast Jacob Wahrheit, und dem Abraham Gnade gegeben." Bey. dem vierten: „Das liebliche deiner Rechte ist der Sieg." Bey dem fünften : „Jehovah unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der